Von der Stille Buddhas zum Tanz Chaitanyas - Bhakti-Yoga

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Von der Stille Buddhas zum Tanz Chaitanyas

Grundlagen
Von der Stille Buddhas zum Tanz Chaitanyas

Ein Auszug aus dem Buch "Evolution of Theism"
von
Sripad B.G. Narasingha Maharaja

Einleitung

Nach meinem Gang durch die Lehren der spirituellen Meister Indiens komme ich zu dem Schluss, dass zwischen Buddha, Shankara-Acharya, Ramanuja, Madhva und zuletzt Mahaprabhu kein Widerspruch besteht, da jeder eine bestimmte Stufe der Erleuchtung auf dem Pfad zur Absoluten Wahrheit repräsentiert. Beginnend mit dem Buddha und mündend in Mahaprabhu, ist von einem zum nächsten eine Fortsetzung der Entwicklung des Theismus sichtbar.

Buddhas "Vier Edle Wahrheiten" es gibt Leid, Leid hat eine Ursache, Leid kann überwunden werden und es gibt eine Methode, durch die man Freiheit von Leid erreichen kann, haben das Fundament für die Voraussetzung gelegt, dass es eine höhere Errungenschaft, ein höheres Ziel im Leben gibt, als das, was im allgemeinen als Realität angenommen wird. Auf Buddha folgte dann Shankara, der, auf den Lehrsätzen Buddhas aufbauend, einführte, dass nicht einfach die Verneinung des materiellen Daseins, sondern der ewige Geist (atma) die positive Realität ist. Ramanuja entwickelte dann die bei Shankara gefundene theistische Auffassung weiter und gründete die Bewegung der bhakti oder Hingabe, basierend auf der dem lebendigen Geist innewohnenden Natur. Madhva setze die Entwicklung von Ramanuja fort und etablierte die ewige Existenz von der Seele (atma) und der Überseele (paramatma) als funktionale Elemente der bhakti.

Diese Entwicklung des Theismus, wie sie in den Lehren Bhuddhas, Shankaras, Ramanujas und Madhvas gefunden wird, wurde manchmal mit dem Wachstum eines Mangobaumes verglichen. Von seinem Samen in den "Vier Edlen Wahrheiten" Buddhas, zu seinem Spross als Shankara, zur Entwicklung von Ästen und Zweigen in Ramanuja und Madhva, sind alles wichtige Wachstumsstufen in der Entwicklung des Theismus in der indischen Philosophie. Als der Baum des Theismus herangereift war, trug er Früchte, und Mahaprabhu wird mit dem transzendentalen Gärtner verglichen, der diese Früchte in der Form von Liebe zu Gott erntet und freizügig an die Welt verteilt. Mahaprabhu kostet diese Früchte der Gottesliebe und lehrt andere durch Sein persönliches Beispiel, sie zu schmecken.

Der verstorbene Bhaktivinode Thakur, ein Biograph und Verfechter von Mahaprabhus Schule der göttlichen Liebe, hat allen ernsthaften Seelen, die danach streben, die Absolute Wahrheit zu kennen, einen wertvollen Rat gegeben, als er sagte:
"Parteidenken, der grosse Feind der Wahrheit, wird den Versuch des Fragers, der die Wahrheit aus den religiösen Werken seiner Nation zusammentragen will, immer vereiteln, und wird ihn glauben machen, dass es Absolute Wahrheit nirgendwo gibt, ausser in seinem alten Religionsbuch. Deshalb sollte der am Pfad der Selbstverwirklichung Interessierte immer eine umfassende, freundliche, grosszügige, ehrliche, sympathische und vor allem unparteiische Haltung einnehmen, um die grösste Hoffnung auf Erfolg auf diesem Pfad zu erhalten."

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